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Männer in High Heels an der Supermarktkasse

Gibt es heute noch klassische Männer- und Frauenberufe?

Früher war alles so viel klarer. Für Jungs gab es eben klassische Jungs- und für Mädchen entsprechende Mädchenberufe. Zwischen Maurer und Krankenschwester gab es eine klare Grenze. Und wie ist das heute – in einem Zeitalter, in dem die Grenzen zwischen Mann und Frau immer mehr verschwimmen? Einer Zeit, in der Männer sich schminken und High-Heels tragen und gleichzeitig stolz ihren Vollbart präsentieren? Wirkt sich dieser Strukturwandel auch auf den Arbeitsmarkt aus?

 

Experten sehen hier erstaunlicherweise wenig Fortschrittlichkeit. In vielen anderen Bereichen des Lebens hat sich das klassische Rollenbild von Mann und Frau längst aufgelöst. Bereits in der Kindheit wird nicht gleich der Psychologe bemüht, wenn der Junge mal zur Barbie greift und das Mädchen zur Carrera-Bahn. Niemand wundert sich mehr, wenn Mädchen mit Basecap und Turnschuhen und Jungs mit Lidstrich in der Schule erscheinen und auch in der Liebe hat sich der Anblick gleichgeschlechtlicher Paare längst im öffentlichen Bild etabliert.

In Sachen Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt – vom Beruf bis zur gleichberechtigten Entlohnung – gibt es auch im Jahr 2014 keine ganzheitliche Angleichung. Per Definition sind sogenannte Frauenberufe Berufe, in denen mindestens 70% Frauenanteil herrschen. Parallel dazu gibt es bei den Männerberufen einen Männeranteil von ebenfalls 70%.

Die klassischen Männerberufe…

Männer arbeiten vorrangig in den Bereichen Technik und Handwerk. Technische und verarbeitende Tätigkeiten wie Maurer, Kraftfahrzeuginstandsetzer und Tischler sind noch starrer als Frauenberufe. denn während der Anblick einer Blaumann tragenden Dame in der Werkstatt schon nicht mehr allzu viel Aufsehen erregt, ist ein junger Mann am Wickeltisch inmitten einer fröhlichen Kindergartengruppe schon noch gewöhnungsbedürftig. Was würden auch die Kumpels dazu sagen?

Die klassischen Frauenberufe…

Arzthelfer oder Erzieher sind zu mehr als 90 Prozent Frauen. Auch Kosmetikerin, Rechtsanwaltsfachangestellte und Friseurin haben schon in der Geschichte meist Frauen erledigt. Dieses historische Denken hat sich bis heute durch die Zeit getragen.

Aufhebung der Grenzen in kreativen Berufen

Einen vorbildlichen Wandel in Bezug auf Klischees und klassische Rollenbilder erlebt die Kreativbranche. Diese hat sich von einer klassischen Frauendomäne in eine Branche verwandelt, die sowohl von Männern als auch von Frauen gestaltet werden kann. Während früher Werbung und Marketing gleichgesetzt wurde mit dem femininen Sinn für Farben, Formen und Gestaltung ‚dürfen‘ kreative Ideen heute ebenso von Männern hervorgebracht werden. Eine Marketingabteilung ist heute ebenso von Männern wie von Frauen besetzt. Auch Hair & Make-up Artists stehen immer häufiger neben ihren weiblichen Kollegen.

Einen wichtigen Beitrag zu diesem Klischeedenken leisten oftmals Recruiting-Kampagnen. Per Gesetz dürfen Unternehmen ihre Stellen nicht nur für ein Geschlecht ausschreiben, aber oftmals steuern Unternehmen diese geschlechtsspezfischen Bewerbungen, indem sie für ihre Anzeigen Klischeebilder verwenden und ihre Kampagnen entweder für männliche und weibliche Bewerber ausrichten.

Berufe für Männer und Frauen finden Sie ganz ohne Geschlechtsspezifik auf workpool-jobs.

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