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Abiturient gesucht mit 18 Jahren Arbeitserfahrung: Stellenanzeigen richtig verstehen


Viele Jobsuchende, die einen Blick auf die in ihrer Branche ausgeschriebenen Stellenanzeigen werfen, lassen sich schnell abschrecken. Da werden junge, dynamische Menschen gesucht, die Erfahrungen nachweisen können, welche ein ganzes Berufsleben brauchen. In Wahrheit werden die Anforderungen an den Job von Personalern bewusst überzogen und aufgebläht. Dahinter steckt oft der schlichte Wunsch, den besten Kandidaten zu finden.

Nicht alle Anforderungen aus einer Stellenanzeige müssen zwingend erfüllt werden. Was hier formuliert ist, sind schlichtweg die Wünsche des Arbeitgebers an seinen potenziellen Arbeitnehmer. In den Ausschreibungen schaffen Unternehmen quasi den Traumarbeitnehmer in dem Wissen, dass es vermutlich ein Traum bleiben wird. Bewerber sollten sich bewusst machen, dass sie auch dann eine Chance haben, wenn sie nicht dem Ideal entsprechen.

Wie Sie die optionalen von den K.O.-Kriterien unterscheiden können

Wer eine Stellenanzeige genau betrachtet, findet Muss- und Kann-Anforderungen. Hier sollten Sie genau auf die Formulierung achten. Steht in der Stellenanzeige beispielsweise „Englische Sprachkenntnisse sind zwingend erforderlich“ oder „Wir setzen einen Führerschein voraus“, handelt es sich dabei um K.O.-Kriterien. Wenn Sie diese nicht erfüllen, hat eine Bewerbung tatsächlich wenig Aussicht auf Erfolg. Zu diesen K.O.-Kriterien gehören in aller Regel die geforderte Ausbildung und meist auch der Schulabschluss, den Sie absolviert haben.

Wenn dagegen Formulierungen wie „Idealerweise sollten Sie erfüllen“ verwendet werden, dann zeigt der Arbeitgeber hier schon, dass ihm bewusst ist, den perfekten Bewerber vermutlich nicht zu finden. Ein weiterer Anhaltspunkt für die Relevanz der geforderten Skills ist deren Hierarchie in der Anzeige. Schon in der Schule wurde jedem beigebracht: Das Wichtigste zuerst. So ist es in der Regel auch beim Aufbau der Stellenanzeige. Die erstgenannten Anforderungen sind in der Regel die wichtigsten; alles andere ist fakultativ. Wenn in der Stellenanzeige an zwölfter Stelle der Liste steht, dass Sie schon einmal ein Buch in englischer Sprache gelesen haben sollten, dann ist dies sicher nicht das Knock-Out, wenn Ihr Bücherregal bisher nur deutsche Bücher kennt.

Besonders die sogenannten Soft-Skills sind kaum messbar. Wenn von einem Bewerber Flexibilität oder Kommunikationsstärke gefordert werden, lassen sich diese nicht anhand von Zeugnissen und Zertifikaten nachweisen. Sie sind nur ein wichtiger Anhaltspunkt für den Bewerber selbst, ob der Job das Richtige für ihn ist.
Als Faustregel gilt: Etwa 70% der angegebenen Anforderungen sollten die Bewerber erfüllen. Lassen Sie sich nicht gleich durch die Liste der Anforderungen abschrecken, sondern viel eher motivieren, die „Defizite“ durch andere Stärken auszugleichen.

Wenn Sie unsicher sind oder einige der Kriterien nicht erfüllen, den Job aber trotzdem unbedingt haben wollen, gehen Sie einfach in die Offensive. Sprechen Sie offen aus, dass Sie zwar kein Englisch können, aber sich bereits an einer Sprachenschule angemeldet haben. Lassen Sie sich den Satz doch gleich mit einem Übersetzer ins Englische übertragen, um dem Arbeitgeber mit einem Augenzwinkern zu zeigen, wie ernst es Ihnen ist.

Um die Stellensuche im Internet noch effizienter zu gestalten, können sich Jobsuchende auf workpool-jobs ein eigenes Profil anlegen und sich so von Unternehmen finden lassen. Arbeitgeber haben Zugriff auf alle angelegten Bewerberprofile und können potenzielle neue Mitarbeiter direkt anschreiben.

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