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Christliche Arbeitgeber: Jeden Tag beten für den Job?


Insbesondere jetzt zur Weihnachtszeit klagen die Kirchen weniger über zu wenig Besucher und Teilnehmer an den christlichen Messen. Menschen nehmen sich – vom Glühweinduft umweht und dem Geruch von frischem Bratapfel inspiriert – Zeit für die innere Einkehr. Und wo könnte dies besser gelingen als in einer Kirche oder einer anderen christlichen Einrichtung.

 

Wie aber präsentieren sich Kirchen als Arbeitgeber? Und wie gehen Bewerber mit Stellenanzeigen um, in denen eine „Christliche Orientierung“ als Grundvoraussetzung für eine Einstellung gilt?

Christlich orientierte Arbeitgeber: Muss ich jetzt in die Kirche eintreten für einen neuen Job?

Wer noch nie von einem kirchlichen Träger oder einer christlichen Einrichtung eingestellt war, der hat sicher viele Fragen. Habe ich ohne Mitglied der Kirche zu sein überhaupt einen Anspruch auf den Job? Anbei finden Sie ein paar Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Bewerbung bei einem christlichen Arbeitgeber.

Muss ich für eine Bewerbung in der Kirche sein?

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie als Arbeitnehmer einer kirchlichen oder kirchennahen Einrichtung auch deren Werte persönlich vertreten. Andernfalls geraten Sie nicht nur mit Ihrem Arbeitgeber sondern auch mit sich selbst in Konflikt.

Sie werden in jedem Falle damit rechnen können, dass Ihr potenzieller Arbeitgeber Sie spätestens im Vorstellungsgespräch nach Ihrer Konfession fragen wird. Einige Bewerber veranlasst dies sogar, extra in die Kirche einzutreten, um diese Frage mit einem stolzen und klaren Ja zu beantworten. Es ist zu vermuten, dass christliche Einrichtungen auch Bewerber mit der entsprechenden Konfession bevorzugt behandeln. Offizielle Statistiken dazu gibt es jedoch nicht.

Habe ich es schwerer ohne Taufschein einen Job zu bekommen?

Es gibt vermutlich mehr christlich orientierte Arbeitgeber in der Wirtschaft, als Sie vermutlich schätzen würden. Insbesondere im Pflegebereich, für Jobs als Krankenschwester, Altenpfleger oder Mitarbeiter einer Behinderteneinrichtung ist oftmals das Vorhandensein eines Taufscheins in einer solchen Einrichtung ein deutlicher Vorteil. Besonders streng wird diese Voraussetzung in den sogenannten verkündigungsnahen Jobs genommen; im Priesteramt, als Religionslehrer oder Erzieher beispielsweise. Je weiter die Jobs von diesen Aufgaben entfernt sind, desto loser wird auch die Kirchenzugehörigkeit im Allgemeinen gehandhabt.

Ist die Forderung nach christlicher Orientierung überhaupt rechtens?

Diese Frage kann mit einem klaren JA beantwortet werden. Kirchliche Arbeitgeber dürfen ihre Bewerber ganz offiziell nach deren Konfession selektieren. Während andere Arbeitgeber beispielsweise ihre Arbeitsplätze nicht nach Faktoren wie Geschlecht, Aussehen oder Konfession vergeben dürfen, wird der Kirche ein Recht auf kirchliche Selbstbestimmung zugesprochen. Hier wird sogar in Kauf genommen, dass die individuelle Religionsfreiheit der jeweiligen Mitarbeiter eingeschränkt werden kann.

Ich gehöre keiner Kirche an, möchte den Job aber unbedingt

Natürlich sollten Bewerber nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn Sie diese eine Bestimmung aus der Stellenanzeige nicht erfüllen können. Sie sollten jedoch gleich transparent damit umgehen und direkt im Anschreiben erklären, warum Sie keinen Taufschein vorweisen können, sie aber dennoch alle geforderten Werte mit persönlicher Überzeugung vertreten können. Legen Sie sich auch für das Vorstellungsgespräch Argumente zurecht, die den Arbeitgeber davon überzeugen können, dass Sie den christlichen Auftrag mittragen und Ihre Arbeit mit Leidenschaft erfüllen können.

Stellenanzeigen von christlichen und nicht christlichen Arbeitgebern finden Sie auf workpool-jobs.

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