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Migration als Makel? Erfolgreiche Bewerbung mit fremdländischem Namen


Auch im Jahr 2015 mitten in einer Welt der Innovationen, in der medizinischer und technischer Fortschritt kaum noch aufzuhalten sind, existieren sie: Vorurteile gegenüber Menschen, die nicht Hans oder Anna oder Michael heißen sondern vielleicht Ayse und Sergül.

Ein fremdländischer Name: Was natürlich nichts mit Qualifikation und Motivation zu tun hat, ist in einigen Firmen immer noch ein Knockout-Kriterium für die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Mangelnde Deutschkenntnisse, kulturelle Diskrepanzen und das berühmte Kopftuch, das vielleicht bei Kunden der Firma für Ablehnung sorgt, werden hier unterstellt. Ein weiterer Grund für die Benachteiligung und die ungleichen Chancen für Migraten liegt darin, dass es bis heute noch keine einheitliche Anerkennung der Abschlüsse gibt, die im Ausland erworben wurden. Was also tun, wenn Sie als Bewerber einen Migrationshintergrund haben, der Ihrer Karriere nicht im Wege stehen darf?

Tipp 1: Bewerben Sie sich in größeren Unternehmen

Insbesondere in kleineren Unternehmen gibt es noch häufiger Ressentiments gegenüber Bewerbern mit fremd klingendem Namen. Große Unternehmen dagegen verwenden häufiger standardisierte Auswahlverfahren, in denen im ersten Schritt ausschließlich die Qualifikation und die Berufserfahrungen zählen. Subjektive Einschätzungen der Personaler kommen erst im persönlichen Gespräch hinzu, in dem dann alle Bewerber die gleichen Chancen haben, ihr Gegenüber von ihrer Eignung zu überzeugen.

Tipp 2: Persönlicher Kontakt mit kleineren Unternehmen

Wer sich gerne in einem kleinen Unternehmen bewerben möchte, der sollte vor Abgabe seiner Unterlagen den persönlichen Kontakt suchen. Rufen Sie an und fragen Sie nach einem persönlichen Ansprechpartner, an den Sie Ihr Anschreiben richten können. Im Rahmen dieses Telefonates können Sie gleich beweisen, dass Sie die Sprache perfekt beherrschen und der Personaler in dieser Hinsicht keine Bedenken zu haben braucht. Idealerweise bringen Sie Ihre Unterlagen persönlich vorbei. So haben Sie die erste Hürde bereits genommen und können zeigen, dass Sie sich auf den ersten Blick in keiner Weise von anderen Bewerbern unterscheiden.

Tipp 3: Empfehlungsschreiben früherer Arbeitgeber

Wenn Sie befürchten, aufgrund Ihrer Abstammung schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, lassen Sie sich Empfehlungsschreiben von früheren Arbeitgebern ausstellen. Oftmals richten sich Vorurteile nicht an die Person des Bewerbers, sondern an seine Nationalität im Allgemeinen. Erhalten Entscheider zusätzliche Informationen über den Bewerber von einem früheren Arbeitgeber, sind in der Regel auch die letzten Vorurteile verschwunden.

Tipp 4: Vorteile betonen

Gehen Sie mit Ihren Wurzeln in die Offensive und überzeugen Sie Ihren potenziellen Arbeitgeber bereits im Bewerbungsschreiben davon, welche Vorteile er aus Ihrer Herkunft und den eventuell damit verbundenen Sprachkenntnissen ziehen kann, wie beispielsweise die bessere Verständigung mit ausländischen Kunden. Mehrsprachigkeit ist eine Zusatzqualifikation, die gar nicht häufig genug erwähnt werden kann.

Tipp 5: Rechtschreibfehler absolut vermeiden

Jeder Flüchtigkeitsfehler im Anschreiben wiegt bei einem Bewerber mit fremdländischen Namen gleich doppelt schwer. Auch wenn es noch so offensichtlich ist, dass einfach ein ‚e‘ vergessen oder ein ‚l‘ in der Eile des Schreibens doppelt getippt wurde, können Personaler hier gleich mangelnde Deutschkenntnisse unterstellen. Seien Sie daher doppelt so sorgsam mit der Prüfung Ihrer Unterlagen.

Zukünftig könnte die anonyme Bewerbung für mehr Chancengleichheit in Unternehmen sorgen. Bis sich diese Form der Bewerbung jedoch etabliert hat, sind ausländische Bewerber gut beraten, diese Tipps im Rahmen ihrer Bewerbung zu berücksichtigen.

Übrigens: Die Online Stellenbörse workpool-jobs bietet Bewerbern die Möglichkeit, ein Bewerberprofil zu hinterlegen mit ihren Qualifikationen und Referenzen. Arbeitgeber haben darauf Zugriff und können direkt mit den Bewerbern in Verbindung treten. Auch so können Barrieren von Anfang an umgangen werden. 

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